WordPress Themes: Fluch oder Segen?

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FGR - WordPress Themes
Aktuell ist WordPress das am häufigsten genutzte Content Management System für die Erstellung von Blogs und Websiten. Doch ist die Nutzung der verfügbaren Themes ziemlich umstritten: Einige sind begeistert von der Auswahl, andere raufen sich die Haare bei den ständig auftauchenden Problemen. Sind WordPress Themes nun sinnvoll oder unbrauchbar?

Die Vorteile von WordPress Themes
WordPress Themes stoßen besonders im privatem Gebrauch auf große Beliebtheit, da sie einige nützliche Vorteile aufweisen:

1. Simple Handhabung
Die Themes lassen sich in der Regel relativ schnell installieren und einfach bedienen, auch eine Anpassung der Themes – etwa die Schriftart oder Hintergrundfarbe – ist nicht schwer. Der Kostenpunkt liegt bei 30 bis 200€.

2. Ein großes Angebot
WordPress bietet unzählige Themes, die mit wenigen Klicks heruntergeladen und angepasst werden können. Dadurch lässt sich die eigene Website ein wenig individualisiert gestalten.

Die Nachteile von WordPress Themes
Bei WP Themes funktioniert leider nicht alles perfekt – besonders Firmen, die mit den Designs ihre Unternehmenswebsite erstellen möchten, haben mit zahlreichen Problemen zu kämpfen:

1. Fehlende Originalität
Natürlich lassen sich etliche Themes bei WordPress nutzen – dabei sollte jedoch nicht vergessen werden, dass unzählige andere Menschen genau das gleiche Design verwenden. Zwar sind einige Punkte leicht änderbar, doch kann das Theme nie komplett modifiziert und auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

2. Ständige Anpassungsfehler
Sollen die WordPress Designs doch einmal komplett modifiziert werden, müssen sich Websitebetreiber mit der Programmierung auskennen oder externe Programmierer beauftragen. Das kostet nicht nur Geld, sondern auch Nerven: Meist kann eine Anpassung vorgenommen werden, die bei der nächsten Änderung wieder völlig umgeworfen wird, sodass man sich lange mit Details aufhalten muss.

Auch kauft man das WP Theme mit der Katze im Sack. Nicht selten sieht das Theme gut aus – offenbart sich jedoch der ein oder andere Fehler erst nach der Installation und muss mit viel Aufwand nachgebessert werden.

3. Updates und Sicherheit
Aufgrund der steigenden Popularität hat WordPress mit vermehrten Hackerangriffen zu rechnen – Sicherheitsupdates werden schnell entwickelt und müssen immer installiert werden. Dabei kann es durchaus passieren, dass das modifizierte Theme mit den Standardeinstellungen überschrieben wird; meist tagelange und anstrengende Arbeit ist somit hin.

Fazit: 
Für die gewerbliche Nutzung sind WordPress Themes nicht zu empfehlen, da die Unternehmenswebsite nie komplett auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten werden kann und eventuelle Anpassungen zu hohen Kosten führen oder interne Ressourcen gebunden werden müssen. Für private Nutzer sind die Design-Vorlagen des Content Management Systems allerdings völlig ausreichend!



Veröffentlicht von Marc Loecke am 6. Februar 2015 in der Kategorie »Design, Wordpress« mit den Schlagwörtern: , , ,

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Kommentar

Falco Kleinschmidt schrieb:

Hi Marc!

Ihr geht gar nicht darauf ein, dass man sich ein eigenes WP-Theme erstellen kann (und sollte), ohne ein bestehendes Theme zu verwenden.

Ansonsten stimme ich mit Euch überein, dass praktisch alle freien und käuflichen WP-Themes für Business unbrauchbar sind. Auf den ersten Blick Hui aber spätestens beim 2. Blick Pfui 🙁

VG
Falco


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Marc schrieb:

Hallo Falco,

das stimmt. Haben im Artikel nicht unterschieden zwischen gekauften Themes und selbst programmiertes, hatten wir in unserer Blindheit vorausgesetzt 😉 Wir werden es in Teil 2 und Teil 3 berücksichtigen.

Danke und viele Grüße
Marc


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Andree schrieb:

Ihr habt noch einen Punkt vergessen: Performance.

Viele Template-Bauer wollen mit ihrem Template möglichst viele Anwendungsfälle abdecken, z.B. Boxed oder Fluid, die Navigation geblümt oder kariert, Footer fluffig oder kantig etc.

All diese Versionen finden sich meisten in einem völlig überfülltem CSS-Stylesheet und JavaScript wieder. Überhaupt sind viele (nicht alle) Templates so unoptimiert (head, js, css), dass Google-Pagespeed-Insight die Hände über den Kopf zusammen schlägt und viele Tipps in Rot anzeigt.

Das Ausmisten ist grausam und dauert oft länger als eine Neuprogrammierung.

Ick find Templates unkreativ, ordinär und doof 🙂


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