Lahmes Design und schnelle Sportwagen

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Lahmes Design und schnelle Sportwagen

Ein Jaguar E-Type in Bordeaux-Rot braust sportlich um eine Kurve, kommt quietschend an einem Bordstein zum stehen, die Beifahrertür wird von Innen geöffnet und eine hochgewachsene Frau in grünem Mantel besteigt das klassische Fahrzeug. Ebenso rasch entfernt sich der anmutige Oldtimer wieder. Schnitt.

Ist es nicht wunderbar, wenn alles reibungslos funktioniert, keine knarrenden Motorengeräusche, keine Lackschäden, keine Schaltprobleme?

Insbesondere auf Websites verhält es sich immer wieder etwas anders. Das Design mag ansprechend sein, die Menüführung sinnvoll und die Inhalte relevant, aber etwas stimmt nicht.

Das Verhältnis zwischen Ladezeit und Ästhetik!

Viele komplexe Grafiken können eine schöne Website zu einer langsamen Website machen. Was aber bedeutet „langsam“ für das eigene Geschäft? Schon eine Sekunde zusätzliche Ladezeit trägt laut einer Untersuchung von Thestrangeloop.com zu 7 % weniger Umsätzen bei. Der Erfolg, also die Konversionsraten sowie das Suchmaschinenranking von Websites hängen mitunter stark von den Ladezeiten ab.

Schnellere Websites bieten dem Nutzer einen stressfreien Aufenthalt auf den Unterseiten und werden häufiger genutzt als die langsamen Gegenstücke (so Google). Die Absprungrate der Besucher wird geringer und damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Konversionssteigerung.

Schon im Dezember 2009 verlautete Google, dass die Ladezeiten zu einem Rankingfaktor würden. Und heute kann dieser Faktor tatsächlich das Zünglein an der Waage sein. Aktuell finden Website-Besitzer die experimentelle Funktion „Website Leistung“ in den Webmaster Tools von Google. Durch das Drängen zu schnelleren Websites möchte Google eine großartige Nutzererfahrung bieten und somit die Qualität der Suchmaschinenergebnisse weiter erhöhen.

Was verlangsamt die Ladezeiten einer Website?

Natürlich spielt die Qualität des Hostings eine entscheidende Rolle. Doch kommt eine Vielzahl an Faktoren in Frage, von welchen wir hier einige nennen:

Bilder
Während riesige Grafiken oder Bilder viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ziehen sie auch gleichzeitig die Seitengeschwindigkeit mit. Minimalismus kann mitunter ratsam sein.

Widgets und Plug-Ins
Der Facebook Like Button kann das Laden einer Seite im schlimmsten Fall um 1,34 Sekunden verlangsamen. Der Google Plus Button übertraf diesen Wert in der Vergangenheit mit etwa 2 Sekunden. Google hat dieses Problem jedoch nach zahlreichen Beschwerden behoben.

Ads
Wer viel Traffic generiert (besonders auf Blogs) fühlt sich dazu hingerissen, Werbeangebote anzunehmen. Wer aber seine Besucherströme weiterhin zufriedenstellen will, sollte das Kosten-Nutzen-Verhältnis exakt abwägen.

Inkompatible Browser
Google Chrome ist ein hervorragendes Beispiel, das oftmals nicht reibungslos mitspielt. Vor dem Online-Schalten der Website sollte ein Rund-um-Check auf den verschiedenen Browsern vorgenommen werden.

Sing-up Formulare
Feedburner oder Newsletter-Formulare können den SQL Server überlasten und die Website verlangsamen.

Affiliate Codes
Ein weiterer Code, eine weitere Kommunikation mit dem Server, ein weiterer Einbruch in der Geschwindigkeit.

Zurück zum Sportwagen

Nicht nur die Optik eines Sportwagens, sondern auch seine Funktionalität sind wichtige Faktoren, die zum Kauf desselben anregen. Wer also einen Flitzer fahren möchte, sollte einen genaueren Blick unter die „Motorhaube“ werfen.

Euch fallen weitere Faktoren für die Ladezeithemmung einer Website ein? Wir freuen uns über eure Ideen per Kommentar!



Veröffentlicht von Marc Loecke am 31. Januar 2013 in der Kategorie »Design« mit den Schlagwörtern: , , , ,

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