Form vs. Funktion

Form vs. FunktionWie beim Produktdesign und in der Architektur gilt auch beim Webdesign der Grundsatz, dass die Form der Funktion folgt. Im Gegensatz zu Druckmedien gibt es im Webdesign mehr funktionale Aspekte, die im Allgemeinen Vorrang vor ästhetischen Ansprüchen haben.
Besondere Bedeutung kommt vor allem der Nutzerführung zu, Lesbarkeit und Typographie sind wie bei Printmedien zu beachten. Folglich wird das Design eines Webauftrittes dem Gesamtkonzept angepasst und der Benutzerfreundlichkeit untergeordnet. Dass sich die Form der Funktion anzupassen hat, ist allerdings nicht als Dogma zu verstehen. Ein ansprechendes Design ist ebenso wichtig wie die Inhalte. Der Aufbau einer Seite trägt seinen Teil dazu bei, User anzusprechen und die Verweildauer zu erhöhen.

Benutzerfreundlichkeit als oberstes Ziel

Der Hauptfokus beim Webdesign sollte immer auf der Benutzerfreundlichkeit liegen. Erreichen lässt sich diese durch klare Strukturen, eine sinnvolle und intuitive Benutzerführung und das leichte Auffinden von Informationen. Nutzer sollten sich möglichst einfach zurechtfinden und nicht lange nach versteckten Informationen suchen müssen. Mittel um dies zu gewährleisten sind beispielsweise eine freie Skalierbarkeit von Schriften und eine logische Struktur der Webseite.

Lesbarkeit und visuelle Gestaltung

Auch wenn Computerbildschirme, Smartphone- und Tabletdisplays Inhalte immer schärfer und naturgetreuer darstellen, wird das Lesen und Arbeiten am Monitor von vielen Menschen immer noch als ermüdend empfunden. Gerade auch aus diesem Grund sollte beim Webdesign ein besonderes Augenmerk auf die Lesbarkeit der Texte gelegt werden. Sparsam einzusetzen sind auch deshalb Änderungen der Typographie, der Farbe und des Stils der Schriften.

Gewährleistung der Kompatibilität

Der elementare Anspruch von Webdesign ist es, eine technisch einwandfreie und benutzerfreundliche Webseite zu schaffen, die zudem auch optisch zu überzeugen weiß. Eine einwandfreie Webseite sollte deshalb mit allen gängigen Browsern funktionieren und sämtliche Auflösungen unterstützen. Im Gegensatz zum Printdesign, dass vereinfacht gesagt nach dem metrischen System funktioniert, geht es beim Webdesign um Pixel und Prozentangaben.



Veröffentlicht von Mario Friese am 2. Juni 2016 in der Kategorie »Design« mit den Schlagwörtern: , , ,

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