Das Urheberrecht in der Designbranche

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Urheberrecht
Das Urheberrecht beschreibt das Recht des Urhebers an seiner Werkschöpfung. Denn beispielsweise hinter einem einzigartigen Design stecken immer Kreativität, schöpferischer Geist und nicht zuletzt eine zündende Idee. Letztere bringt die Individualität des Schöpfers zum Ausdruck und muss als geistige Arbeit eine angemessene Schöpfungshöhe erreichen. Eine persönliche geistige Schöpfung ist also die Grundlage für die Schutzfähigkeit eines Designs.

Das Recht am Design
Es wird längst nicht mehr als Kavaliersdelikt angesehen, wenn sich jemand geschützter Elemente aus dem Internet bedient. Die strafrechtlichen Konsequenzen reichen hierbei von Unterlassungsansprüchen bis hin zu Auskunfts- und Schadensersatzansprüchen.
Während die Urheberrechte an einem Design zu 100% beim Gestalter liegen, darf dieser innerhalb von Lizenzverträgen sogenannte Nutzungsrechte einräumen. Grundsätzlich wird hierbei zwischen einfachen und ausschließlichen Nutzungsrechten unterschieden.

Ausschließliche Nutzungsrechte:
Mit Erteilung einer ausschließlichen Lizenz liegen sämtliche Nutzungsrechte beim Lizenznehmer (dem Auftraggeber). In diesem Rahmen sind dem Urheber sämtliche Nutzungsrechte untersagt.

Einfache Nutzungsrechte:
Einfache Nutzungsrechte dürfen an mehrere Lizenznehmer erteilt werden. Daher sind die entsprechenden Lizenzverträge von größter Wichtigkeit. Hier definiert der Schaffende sämtliche Rahmenbedingungen rund um die Bearbeitung oder Wiedergabe, Ausstellung, Verbreitung und Vervielfältigung sowie den Zugang zu seiner Arbeit z.b. im Internet.

Bei Eigennutzung sollten zudem die dem Auftraggeber eingeräumten Nutzungsrechte beachtet werden. Bei einer ausschließlichen Lizenz muss die Referenz (zum Beispiel auf der eigenen Website) mit dem Lizenzinhaber abgesprochen werden.

Internationale Aufträge in der Gestaltungsbranche
Die Gesetze und damit auch das Urheberrecht unterscheiden sich von Land zu Land. Wer für einen ausländischen Kunden eine Leistung im Design erbringt, sollte den Territorialitätsgrundsatz beachten. Der Urheberrechtschutz bezieht sich hierbei immer auf das nationale Recht des betreffenden Schutzlandes. Anwaltlicher Rat kann also unter Umständen nicht schaden bevor Verträge mit ausländischen Auftraggebern eingegangen werden.



Veröffentlicht von Marc Loecke am 2. Juli 2013 in der Kategorie »Design« mit den Schlagwörtern: , ,

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